Benadeelden kunnen mee doen aan massaclaim tegen Odido | Odido-datalek

Benadeelden van het Odido datalek kunnen mee doen aan een massaclaim, zie het bericht van Privacy First en de site van de claimstichting CUIC (Consumers United in Court).

Massaclaims zijn de enige mogelijkheid voor mensen om te ageren tegen grote bedrijven die regels aan hun laars lappen. Aan dergelijke procedures worden in de wet strenge eisen gesteld.

 

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Einschränkung von Bargeld bedroht Grundrechte und Datenschutz

FinanzNachrichten veröffentlichte den Artikel „Gutachten: Verweigerung von Bargeldannahme verletzt Grundrechte“:

Gutachten: Verweigerung von Bargeldannahme verletzt Grundrechte

Einschränkungen der Bargeldnutzung können tief in zentrale Grundrechte eingreifen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten von Christian Waldhoff von der Humboldt-Universität für die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW), welches am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. (…)

Die Veröffentlichung wird von der BDGW angekündigt, ist auf der Website der BDGW zu finden (PDF) und beginnt mit einer Zusammenfassung:

Zusammenfassung in 20 Thesen

1. Bargeld ist der Prototyp des Geldes im juristischen Sinn weil es sämtliche Geldfunktionen erfüllt, unter den unions-, verfassungs- und einfachrechtlichen Geldbegriff fällt und anders als Buchgeld oder elektronisches Geld unmittelbar hoheitlich durch Zentralbanken geschaffen wird.

2. Bargeld ist unionsrechtlich wie nach deutschem Währungsrecht das einzige gesetzliche Zahlungsmittel. Das ist für Euro-Banknoten im primären Unionsrecht festgeschrieben und geht damit auch dem deutschen Verfassungsrecht vor. Für Euro-Münzen ist die Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel sekundärrechtlich festgelegt und in der Sache nicht unbeschränkt.

3. Eine Erweiterung gesetzlicher Zahlungsmittel über Euro-Banknoten hinaus bedürfte nach richtiger Ansicht einer Änderung des Primärrechts, d.h. des AEUV.

4. Der Qualifikation als gesetzliches Zahlungsmittel korrespondiert eine grundsätzliche Annahmepflicht. Das hat der EuGH in seinem Grundsatzurteil vom 26. Januar 2021 anerkannt. An diese Feststellung hat sich auch der deutsche Gesetzgeber zu halten.

5. Das Unionsrecht verbietet eine vollständige Abschaffung des Bargelds – rechtlich wie faktisch. Dazu müssten die Verträge geändert werden, was praktisch-politisch ausgeschlossen erscheint. Das Verbot der faktischen Abschaffung kann nur so interpretiert werden, dass der Bargeldstatus durch eine Kumulation von Maßnahmen nicht langfristig ausgehöhlt werden darf.

6. Ausnahmen vom Annahmezwang – d.h. Bargeldbeschränkungen – unterliegen unionsrechtlich wie verfassungsrechtlichen engen Grenzen. Kompetenziell überlässt das Unionsrecht die Regelung von Bargeldbeschränkungen den Mitgliedstaaten der EU unter klar definierten Bedingungen. Auch unionsrechtliche Bargeldbeschränkungen wären möglich.

7. Mitgliedstaatliche Bargeldbeschränkungen dürfen nicht den Status des Euros als gesetzliches Zahlungsmittel beeinträchtigen. Daraus folgt, dass es sich um punktuelle Einzelregelungen handeln muss, die die Funktion des Bargelds nicht insgesamt tangieren. Das gilt auch für die mitgliedstaatlichen Bargeldbeschränkungen in ihrer Gesamtheit und den regulatorischen Rahmen einer Bargeldannahmepflicht von Privaten.

8. Bargeldbeschränkungen dürfen nach den Vorgaben des EuGH nur im öffentlichen Interesse erfolgen. Sie müssen zur Zielerreichung geeignet und erforderlich sein. Diese europarechtlichen Verhältnismäßigkeitsanforderungen dienen dem Individualschutz der Bürgerinnen und Bürger der EU.

9. Die auf einer funktionierenden Infrastruktur basierende Bargeldversorgung der Bevölkerung gehört im deutschen Recht zur Daseinsvorsorge. Darüber hinaus handelt es sich um einen Teil der sog. Kritischen Infrastruktur, die des besonderen staatlichen Schutzes auch jenseits von Notlagen und Krisen bedarf. Letzteres könnte angesichts der gegenwärtigen Polykrise kaum aktueller sein.

10. Bargeldversorgung und Bargeldinfrastruktur fallen als teilweise staatlich, teilweise privatwirtschaftlich konstituiert unter eine staatliche Gewährleistungsverantwortung. Bei Erhalt der vor allem aus Banken wie Wertdienstleistern bestehenden privatwirtschaftlichen Seite folgt für die staatliche Seite daraus, dass bei Schwächungen dieser Strukturen durch die tatsächliche Entwicklung – Rückgang des Gebrauchs von Bargeld als Zahlungsmittel im täglichen Leben – keine zusätzlichen staatlichen Maßnahmen diese kritische Infrastruktur weiter unterminieren dürfen.

11. Diese zunächst objektiv-rechtlichen Postulate erhöhen den Rechtfertigungsbedarf weiterer gesetzlicher Bargeldbeschränkungen in der Grundrechtsprüfung. Insbesondere engt sich der grundsätzlich vorhandene Einschätzungs- und Prognosespielraum hinsichtlich der Geeignetheit des Mittels zur Zweckverfolgung des bargeldbeschränkenden Gesetzgebers ein. Sonst bestünde die Gefahr, dass sich der bargeldbeschränkende Gesetzgeber in Widerspruch zu seiner Gewährleistungsverantwortung setzte.

12. Nationale Bargeldbeschränkungen sind in vollem Umfang an den Freiheitsrechten des Grundgesetzes zu messen. Diese Prüfung tritt neben die Einhaltung der im Grundsatzurteil des EuGH vom 26. Januar 2021 aufgestellten unionsrechtlichen Anforderungen. Staatliche Bargeldbeschränkungen greifen in die durch Art. 2 Abs. 1 bzw. 12 Abs. 1 GG geschützte Vertragsfreiheit / Privatautonomie ein, weil sie die Wahlfreiheit hinsichtlich des Zahlungsmittels einschränken. In der Ausprägung als negative Vertragsfreiheit führt der Zwang, bei unbarer Zahlung Verträge abschließen zu müssen, zu einem weiteren Eingriff.

13. Bargeldbeschränkungen greifen in die durch Art. 14 GG garantierte Eigentumsfreiheit ein. Das (Privat-)Eigentum an Banknoten und Münzen wird in seiner verfassungsrechtlich geschützten Verwendungsfreiheit begrenzt und auch die Wertaufbewahrungsfunktion von Bargeld wird tangiert. In der Situation von Negativzinsen kann es zu einer verfassungsrechtlich problematischen Beeinträchtigung der Eigentumswertgarantie kommen.

14. Bargeldbeschränkungen greifen in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ein, da bargeldloser Zahlungsverkehr notwendigerweise zur Produktion einer Fülle verfassungsrechtlich relevanter personenbezogenen Daten führt. Dass die anfallenden Daten bei Privaten und nicht primär beim Staat entstehen, hindert einen Eingriff in das Grundrecht nicht, denn dies ist notwendige Folge staatlicher Anordnung. Je stärker der Gebrauch des Bargeldes zurückgedrängt werden würde, desto mehr

Daten fallen an und desto eher sind grundrechtlich problematische umfassende Persönlichkeits- und Bewegungsbilder des Einzelnen erstellbar.

15. Der Einschätzungs- und Prognosespielraum hinsichtlich der Geeignetheit und Erforderlichkeit von Bargeldbeschränkungen ist angesichts der seit Jahren intensiven und vielfach kritischen wissenschaftlichen Diskussion des Zusammenhangs zwischen Bargeld und Kriminalität eingeengt. Die für staatliche Bargeldbeschränkungen angeführten Gründe müssen daher empirisch stichhaltig und von besonderem Gewicht sein. Unfundierte Zweckmäßigkeitserwägungen oder allein Gründe der Verwaltungsvereinfachung reichen nicht aus.

16. Die fehlende Angemessenheit bei der grundrechtlichen Rechtfertigung von Bargeldbeschränkungen resultiert aus einer Kombination von Eingriffstiefe und Eingriffsbreite. Die Eingriffstiefe resultiert aus der Tatsache, dass automatisch auch höchstpersönliche Zahlungsdaten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr entstehen, die den Persönlichkeitskern betreffen können und entsprechend hohe Rechtfertigungshürden auslösen. Die Eingriffsbreite resultiert daraus, dass generell-abstrakte Bargeldbeschränkungen die Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger betreffen, etwaiger krimineller Missbrauch jedoch nur von einer kleinen Minderheit der Bevölkerung begangen wird. Diese deutliche Zielungenauigkeit als unangemessene Streubreite der Eingriffe führt zu Angemessenheitsproblemen.

17. Die objektiv-rechtlichen Determinanten des Bargeldregimes – unionsrechtlich garantiertes gesetzliches Zahlungsmittel sowie Teil der nationalen Kritischen Infrastruktur haben auch Auswirkungen auf zwischen Privaten vereinbarten Bargeldbeschränkungen. Die Einordnung in die zu schützende Kritische Infrastruktur aktiviert auch hier die staatliche Gewährleistungsverantwortung, der durch die Anordnung einer Wahlfreiheit für das konkrete Zahlungsmittel als Rahmenbedingung privatautonomen Agierens vergleichsweise einfach und kostenneutral nachgekommen werden kann. Die aktuellen Pläne einer Akzeptanzpflicht für bargeldloses Zahlen sind um die Annahmepflicht für Bargeld zu ergänzen (zu vervollständigen), um so wirkliche Zahlungsartneutralität herzustellen.

18. Das grundrechtlich abgesicherte Interesse eines „datenspurenfreien“ Bezahlens ist verfassungsrechtlich unmittelbar relevant in Monopolsituationen, sollte aber auch grundsätzlich gewährleistet werden, da sonst die Akzeptanz hinsichtlich der verschiedenen Zahlungsarten zu sachwidrigen Auswahlentscheidungen zwischen verschiedenen Anbietern führen kann.

19. Der digitale Zahlungsverkehr birgt ein zivilrechtlich relevantes und die Privatautonomie einschränkendes spezifisches Diskriminierungspotenzial für vulnerable Gruppen; das trifft v.a. Menschen mit Behinderungen, alte Menschen, Menschen in ländlichen Regionen sowie Menschen mit niedrigem Sozialstatus.

20. Angesichts der starken unions- und objektiv-verfassungsrechtlichen Absicherung des Bargelds, des eingeschränkten Einschätzungsspielraums des Gesetzgebers und der Zielungenauigkeit als Mittel lassen sich umfassende Bargeldeinschränkungen vor der deutschen Grundrechtsordnung als verfassungsrechtlich kaum rechtfertigen. Für privatautonom getroffene Vereinbarungen ist Zahlungsartneutralität vorzusehen: Zumindest wenn eine Pflicht zur Ermöglichung bargeldlosen Zahlens statuiert wird, ist erst Recht eine Annahmepflicht für Bargeld verfassungsrechtlich erforderlich. Es sprechen gute verfassungsrechtliche Gründe dafür, die staatliche Gewährleistungsverantwortung für Bargeld auch ohne gesetzlicher Normierung einer digitalen Annahmepflicht zu berücksichtigen.

Die persönliche Seite des Autors auf der Website der Universität finden Sie hier.

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Privacy First bepleit maatregelen tegen verdwijning contant betalen

Onlangs sloot een internetconsultatie over het uitvoeringsbesluit inzake beschikbaarheid van contant geld. Privacy First deed mee aan de consultatie en pleitte voor extra maatregelen om contant geld voor de samenleving te behouden.

In de consultatie kwamen 24 reacties binnen, onder meer van de Consumentenbond, twee voormalige DNB-medewerkers, Stichting Ons Geld en van diverse organisaties uit de financiële sector.

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Afpakwetsvoorstel naar Raad van State

In het nieuwsbericht Wetsvoorstel afpakken crimineel geld naar Raad van State laat het kabinet weten overeenstemming te hebben bereikt over de tekst van het Het wetsvoorstel tot implementatie van de Confiscatierichtlijn.

Gevolg van het wetsvoorstel kan zijn dat mensen moeten bewijzen waar zij hun vermogen vandaan hebben. Dat schuurt rechtsstatelijk.

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Het ministerie van Financiën faciliteert criminelen | openbaarheid ubo-register

Het is fascinerend om te zien dat de Nederlandse regering, aangevoerd door de minister van Financiën, het criminelen makkelijk maakt om aan gegevens over de zgn. ‘uiteindelijk begunstigden’ [*] van rechtspersonen en andere entiteiten te komen. De Nederlandse overheid is daarmee de ultieme ‘facilitator’ van witwassen en terrorismefinanciering.

Dat makkelijk maken blijkt uit het besluit inzake openbaarheid van het ubo-register (register van uiteindelijk begunstigden) dat onlangs aan het parlement is gestuurd.

Degenen die zich zorgen maken over grootschalige roof van persoonsgegevens uit het ubo-register worden door het ministerie afgepoeierd, soms zelfs zonder enige behoorlijke reactie op hun commentaar in de eerder gehouden internetconsultatie. Zo doet de minister van Financiën het commentaar van Privacy First af met:

Privacy First maakt in hun reactie een tiental opmerkingen over de gegevensbescherming op het niveau van de AMLD6. (…) Zoals reeds toegelicht bepaalt de AMLD6 welke natuurlijke personen en rechtspersonen een legitiem belang hebben en de wijze waarop dit vastgesteld moet worden.

In andere woorden: de minister zegt dat het ubo-besluit voldoet aan de onderliggende Europese regelgeving (AMLD6), de minister weigert in te gaan op de aanzienlijke gegevensbeschermings- en andere veiligheidsrisico’s die deze regelgeving oplevert en weigert ook om maatregelen te nemen (of in de EU daar op aan te dringen) om die risico’s te beperken (‘mitigeren’ in Financiën-taal).

De supertanker vaart verder
De Europese Commissie is met de toegang tot het ubo-register bezig, in dit bericht staat dat wordt gewerkt aan een ‘Implementing act on templates and procedures for access to beneficial ownership information with a legitimate interest‘.

 

[*] Het begrip ‘uiteindelijk begunstigden’ (ubo) is zeer breed geformuleerd en omvat ook bestuurders van nonprofitorganisaties, diverse andere mensen die geen economisch belang hebben in organisaties, en appartementseigenaren van kleine VvE’s (waar niet van economisch belang kan worden gesproken omdat de VvE een spaarpot is voor het gebouw).

 

Meer informatie:

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The Netherlands as “primus inter pares in European AML efforts and a standard-setter within the EU” | RUSI

According to the Royal United Services Institute (RUSI) [*] the Netherlands is “widely seen as primus inter pares in European AML efforts and a standard-setter within the EU“.

This is surprising in light of the findings of the Dutch National Audit Office (Algemene Rekenkamer) and the widespread discrimination against citizens that has come to light through, among other things, reports by the Netherlands Institute for Human Rights (College van de Rechten van de Mens), like this one.

It shows that there is still a great deal to be done to address the damage caused by anti-money laundering.

 

[*] See the article Europe’s AML Package: A Strong Framework at the Wrong Time? under “The Case in the Netherlands“.

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Concepten grootbedrijf voor mkb-ondernemingen? | CvT advocatuur

In het FD verscheen het artikel College van Toezicht: meer preventieve controle van advocatenkantoren nodig (betaalmuur) [*]. Uit de titel van het artikel blijkt dat ze bij het FD niet lijken te weten dat het grootste deel van de advocatuur tot het midden- en kleinbedrijf behoort. Als in de hele sector het toezicht wordt uitgebreid, levert dat hoge kosten op en maakt het rechtsbijstand nog onbereikbaarder.

In het artikel wordt over de risico’s van de grote kantoren  gesproken en wordt het ‘risicogebaseerde’ toezicht van DNB en AFM op de financiële sector (met veel grootbedrijven) als voorbeeld genoemd. Het maakt duidelijk dat de concepten uit de financiële sector over de advocatuur uitgerold moeten worden. Het is de vraag of dat wel een goed idee is.

 

[*] Voor het lezen van het document van het College van Toezicht op de advocatuur had ik nog geen gelegenheid.

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Brief over verbieden extremistische organisaties

De minister van Veiligheid rapporteerde in een brief van 19 maart de Tweede Kamer over het onderzoek naar het verbieden van extremistische organisaties [1]. In de brief wordt uitleg gegeven over het op internationale en nationale sanctielijsten plaatsen van organisaties. Verder komt aan de orde hoe men het in het  buitenland aanpakt, zie daar over de bijlage.

Nederland wil onderzoeken of het nuttig kan zijn naast de huidige mogelijkheid (via de rechter [2]) ook een bestuursrechtelijke weg mogelijk is, waarbij men de kritiek op het eerdere voorstel [3] wil mee nemen:

Op basis van de uitkomsten van het nadere onderzoek en gelet op de hierboven geschetste complexiteit heeft het kabinet de Landsadvocaat om advies gevraagd ten aanzien van de mogelijkheden voor een bestuursrechtelijk model in Nederland. Hierbij is verzocht om te adviseren hoe en onder welke voorwaarden een «bestuurlijk model» in het Nederlandse rechtssysteem vorm zou kunnen krijgen, waarbij in het bijzonder aandacht zal worden besteed aan de formulering van heldere, specifieke en duidelijke gronden voor de bevoegdheid om een organisatie te verbieden. Over het advies wordt uw Kamer voor eind 2026 geïnformeerd.

 

Noten:

[1] Over het onderdeel van de brief dat gaat over bestrijding van de financiering van dat soort organisaties schreef ik al eerder.
[2] Artikel 2:20 BW.
[3] De initiatiefwet bestuurlijk verbod ondermijnende organisaties.

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Kabinet wil verder met wetsvoorstel strafbaarstelling ‘verheerlijking terrorisme’

In januari werd aangekondigd dat het wetsvoorstel om verheerlijken van terrorisme strafbaar te stellen naar Raad van State wordt gestuurd (eerder was er een internetconsultatie, artikel).

Inmiddels heeft de Afdeling advisering van de Raad van State er over geadviseerd, zie het bericht van 30 maart jl., waarin de Afdeling onder meer opmerkt:

De centrale vraag bij dit wetsvoorstel is of de voorgestelde strafbaarstellingen deze vrijheden te veel beperken. Hiervoor is rechtspraak van het Europees Hof voor de Rechten van de Mens (EHRM) relevant over zaken waarin mensen bestraft zijn wegens positieve uitingen over terrorisme. Het EHRM kijkt in dergelijke zaken naar een aantal factoren, waaronder de maatschappelijke context waarin de uitingen zijn gedaan en in hoeverre de uitingen (indirect) anderen aanzetten tot het plegen van geweld.

Op basis van de rechtspraak van het EHRM ziet de Afdeling advisering geen aanleiding om te veronderstellen dat de voorgestelde strafbaarstellingen op zichzelf ontoelaatbare beperkingen van vrijheden vormen. De toepassing van de strafbaarstellingen in concrete gevallen kan echter wel ontoelaatbaar zijn, als niet goed wordt gekeken naar de relevante factoren die uit de rechtspraak van het EHRM volgen.

Hoe kan het wetsvoorstel worden verbeterd?
De Afdeling adviseert in de toelichting bij het wetsvoorstel in te gaan op de verschillende factoren in de rechtspraak van het EHRM. Een betere toelichting kan handvatten bieden aan de officier van justitie en de rechter wanneer zij moeten beslissen over de vervolging of bestraffing wegens verheerlijking van terrorisme of steunbetuiging aan terroristische organisaties. De Afdeling advisering geeft verder in overweging meer eisen te stellen aan het opzet van de dader bij de strafbaarstelling van het verheerlijken van terrorisme. Daarnaast adviseert de Afdeling het strafmaximum van de nieuwe strafbaarstellingen beter te laten aansluiten bij de strafmaxima die gelden voor strafbare uitingen waarbij niet wordt opgeroepen tot geweld. Tot slot vraagt de Afdeling advisering aandacht voor de gevolgen van het wetsvoorstel voor de rechtspraktijk en in het bijzonder voor de online opsporing.

Conclusie
De Afdeling advisering heeft een aantal opmerkingen bij het voorstel en adviseert daarmee rekening te houden voordat het bij de Tweede Kamer wordt ingediend.

In een motie vragen leden van de Tweede Kamer het wetsvoorstel met spoed aan de Tweede Kamer te sturen. Volgens deze pagina is de motie aangenomen. Heerlijk.

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Privatisation of crime fighting is a threat to financial privacy

Privacy First published the article Privatisation of crime fighting is a threat to financial privacy on the site of EDRi. The introduction:

Privacy First is drawing attention to the risks to financial privacy and fundament rights arising from the European Union’s anti-money laundering and counter-terrorist financing (AML/CFT) framework. Over the past decade, the EU has increasingly shifted the responsibility of detecting financial crime from public authorities to banks, bookkeepers and other companies (called“obliged entities”). With a completely revised AML Package set to enter into force in mid-2027, this system will expand further, turning ordinary citizens and civil society organisations into subjects of systems of financial surveillance.

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